Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anouk-Labrador Retriever- Hündin- 8 Jahre- aus der Zucht entlassen
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:liebe1: Anouk angekommen im neuen Leben,
sucht ein neues Zuhause.
Anouk befindet sich in einer Pflegestelle in Mecklenburg-Vorpommern.
Profil vom: 17.12.2025
Kastriert: nein
Verhalten gegenüber Erwachsenen: Besucher im Haus sind für Anouk ok, sie werden nicht verbellt. Sie werden aus sicherer Entfernung beobachtet. Sie lässt sich von Fremden nicht gerne anfassen, meidet andere Personen. Unsere Nähe sucht sie, legt sich ab und lässt sich streicheln.
Verhalten gegenüber Kindern: Kinder dürfen im Umgang mit Anouk nicht zu stürmisch sein. Sonst zieht sie sich sofort zurück. Unsere Enkeltöchter (4, 8) können bei Anouk sitzen und sie streicheln oder bürsten.
Anouk reagiert schnell ängstlich auf laute Geräusche und Hektik. Sie zeigt zu keiner Zeit defensiv aggressives Verhalten.
Verhalten gegenüber anderen Hunden und Tieren: Anouk fühlt sich in der Gegenwart unserer Hunde deutlich sicherer. Sie nimmt aber auch hier die Rolle der Beobachterin ein und verhält sich passiv. In unserem Rudel hat sie ihre Position gefunden.
Ängste: Anouk zeigt deutliches Meideverhalten in für sie unangenehmen Situationen. Sie geht einem Reiz aktiv aus dem Weg, erkennbar durch Abwenden, Blick senken, Weglaufen, Einfrieren oder Rückzug.
Hier sind viel Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt um eine vertrauensvolle Basis zu schaffen. Anouk zeigt wenig Emotionen, wirkt zurückgezogen und resigniert.
Stubenrein: fast
Grundgehorsam/Leinenführigkeit: Anouk geht gut an der Leine mit, sie ist nie auf Spannung. Um andere Menschen, welche wir unterwegs treffen, macht sie meist einen Bogen.
Grundkommandos kennt Anouk nicht, sie kennt ihren Namen und nimmt bei Ansprache Kontakt mit uns auf.
Jagdtrieb: nein
Treppen: Anouk kann Treppen überwinden.
Autofahren: Anouk legt sich hin und verhält sich ruhig. Sie steigt nicht alleine ein und aus. Aufgrund ihrer Spondylose verzichten wir auf das Training. Wir heben sie rein und stützen sie beim Aussteigen.
Alleinbleiben: Ganz alleine muss Anouk nie sein. Das Alleinebleiben mit unseren Hunden, auch über einen längeren Zeitraum, ist kein Problem.
Gesundheit: Anouk hat Spondylose im unteren Rücken.Ihr Gangbild wirkt daher etwas wackelig.Trotzdem geht sie gerne spazieren. Wildes Rennen und Springen soll Anouk nicht, aber das macht sie sowieso nicht. Derzeit erfolgt durch den Tierarzt eine systematische Schmerzeinschätzung und die Einstellung auf eine medikamentöse Schmerztherapie.
Neues Zuhause:
Anouk ist ein sanftes, unglaublich liebenswertes Hundemädchen, das trotz ihrer körperlichen Einschränkungen jeden Tag tapfer ihren Weg geht. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein ruhiges Zuhause bei liebevollen, geduldigen Menschen, die ihr mit Zeit, Verständnis und einem offenen Herzen begegnen. Menschen, die ihr zeigen, dass sie ankommen darf – ganz ohne Druck, dafür mit viel Einfühlungsvermögen.
Anouk braucht keine großen Worte, sondern Sicherheit. Schritt für Schritt kann sie Vertrauen fassen und lernen, dass das Leben auch schöne Seiten hat. Ein souveräner Ersthund an ihrer Seite wäre für sie ein großer Halt und würde ihr helfen, sich mutiger und geborgener zu fühlen, auch wenn sie selbst eher leise und zurückhaltend im Umgang mit Artgenossen ist.
Aufgrund ihrer Spondylose fühlt sich Anouk in einem ebenerdigen Zuhause besonders wohl – ein kleines Paradies mit Garten wäre für sie ein großes Glück. Draußen blüht sie auf, atmet auf und zeigt, wie sehr sie die Natur liebt.
Anouk ist keine Abenteurerin für lange Wanderungen, dafür aber eine treue Begleiterin für achtsame Spaziergänge. In ihrem eigenen Tempo genießt sie die gemeinsame Zeit draußen und freut sich aktuell über drei entspannte Spaziergänge am Tag von jeweils etwa 45 Minuten.
Wer Anouk ein Zuhause schenkt, bekommt kein perfektes Hundeleben aus dem Bilderbuch – sondern etwas viel Wertvolleres: ein stilles Herz, das sich nach Geborgenheit sehnt und mit tiefer Dankbarkeit liebt.
>>Informationen zur Vermittlung<< (https://retriever-soko.de/informationen/vermittlungsablauf)
>>Bewerbungsformular<< (https://retriever-soko.de/bewerbungsformular)
Beachten Sie bitte: sollte keine automatische Antwort auf Ihre Bewerbung eingehen (evtl. auch in Ihrem Junk Ordner), ist auch Ihre Bewerbung NICHT bei uns eingegangen.
In diesem Fall füllen Sie bitte das Formular erneut aus und senden es zeitnah nochmals an uns.
Hallo, ich bins, Anni. Eigentlich heiße ich offiziell Anouk, aber ganz ehrlich: Anni klingt viel mehr nach mir. Ich bin eine Pflegehündin auf Entdeckungsreise. Meine Welt war früher ziemlich klein und ein bisschen gruselig. Alles Unbekannte fand ich erst mal „Hmm… lieber aus sicherer Entfernung anschauen“. Aber wisst ihr was? Ich werde jeden Tag mutiger. Ganz langsam, in meinem Tempo. So wie sich das für eine feine Dame gehört.
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Am allerbesten finde ich meine Pflegeschwestern. Die sind wie mein persönliches Sicherheits-Team. Wenn ich unsicher bin, schleiche ich einfach näher zu ihnen – zack, schon ist die Welt nur noch halb so unheimlich. Nähe ist sowieso mein Lieblingszustand. Am liebsten so richtig gemütlich nebeneinander, Fell an Fell.
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Spazierengehen liebe ich auch! Draußen gibt es Gerüche, die sind besser als jede Netflix-Serie. Und dann… die Tür! Oh, die Tür ist mein persönliches Abenteuerportal. Wenn es nach draußen geht, gibt es immer dieses fröhliche Gedränge um die beste Startposition. Ich bin dabei höflich, aber innerlich denke ich: Aus dem Weg, hier kommt Anni!
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Beim Fressen bin ich übrigens keine „Staubsauger-Labrador-Dame“. Ich bin etwas mäkelig und brauche oft sehr lange für meine Mahlzeiten – labradortypisch verfressen bin ich also ganz und gar nicht.
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Ich bin noch ein bisschen vorsichtig, manchmal auch ängstlich – aber ich bin vor allem eines: auf dem Weg zu mir selbst. Und der Weg fühlt sich jeden Tag ein kleines Stück sicherer, lustiger und schöner an.
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Eure Anni
Eine weitere Woche in meiner Pflegefamilie ist vorbei. Ich habe wieder viel erlebt und vieles dazugelernt. Wir waren am Strand, und obwohl das Wasser der Ostsee mir ziemlich unheimlich vorkommt, fühlt sich der Sand unter meinen Pfoten wunderbar an.
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Beim Spazierengehen merke ich, wie gut mir die Bewegung tut, und jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken.
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Der Napf macht mir immer noch Angst. Ich weiß nicht genau warum, aber irgendetwas daran verunsichert mich. Aus der Hand dagegen nehme ich Wurst und Käse unglaublich gern – vielleicht ein bisschen zu gern. Für meine Linie ist das zwar nicht ideal, aber ich nehme zum Glück langsam ab. Das wird meinem Rücken sicher guttun.
Von meinen Pflegeschwestern lerne ich natürlich auch – hauptsächlich ihre Unarten. Tischbettelei zum Beispiel. Die machen das so professionell, das ist bestimmt ein Ausbildungsberuf. Ich übe fleißig.
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Trotz vieler kleiner Schritte auf meinem Weg zeigen sich im Alltag noch viele Unsicherheiten, die ich duch Meideverhalten auch deutlich zeige. So weiche ich
einer Person oder einem Reiz bewusst aus. Ich versuche Distanz zu schaffen, indem ich mich abwende, oder zurrückweiche. Ich lasse mich von fremden Menschen nicht gerne anfassen. Bitte habt viel Geduld mit mir, wenn ich nicht gleich offen und fröhlich auf euch zugelaufen komme.
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Ich sende herzliche Grüße
Eure Anni
Hallo, ich bin es– Anni!
Schon wieder ist etwas Zeit vergangen, und bevor ich in die Feiertage starte, wollte ich euch ein kleines Update dalassen.
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Unsere Spazierrunden werden langsam länger, und ich esse jetzt ganz vorbildlich im Stehen aus einem Napf. Und dann habe ich etwas ganz Großes geschafft: Ich stelle mich inzwischen an der Futterstelle an. Mit klopfendem Herzen, wackeligen Pfoten – und ganz viel Mut. Meine Angst ist dabei ein kleines Stück kleiner geworden. Und ich? Ein bisschen größer.
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Wenn ich gerufen werde, suche ich Blickkontakt. Das ist mein leises „Ich habe dich gehört“. Das Hingehen erfordert noch etwas mehr Mut – aber ich arbeite daran.
Ich bin da, wo meine Menschen sind, und werde immer wacher. Ich beobachte das Leben genauer, vorsichtiger – aber auch neugieriger.
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Ich war auch beim Tierarzt. Das war wirklich schwer für mich, ich hatte große Angst. Das Röntgenbild hat gezeigt, dass meine Wirbelsäule schon einiges erlebt hat, und ich bekomme jetzt Schmerzmittel. Seitdem verändert sich etwas. Vielleicht liegt es an der Medizin, vielleicht an einem Entwicklungsschub – auf jeden Fall verändert sich meine Mimik, und ich öffne mich langsam.
Ich mache keine großen Sprünge. Aber viele kleine, tapfere Schritte in ein gutes Hundeleben.
Und manchmal bleibe ich stehen, schaue zurück und denke: Gar nicht schlecht, Anni.
Nun wünsche ich euch eine entspannte und wunderbare Weihnachtszeit!
Bis ganz bald, eure Anni
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PS: Das Schäfchen wollte unbedingt mit auf Foto und hat sich ganz alleine neben mich gelegt. Es ist ok für mich, hier helfen mir alle, meine Ängste zu überwinden!
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Ich schreibe heute letzte Zeilen im alten Jahr.
Ich bin leise und vorsichtig, manchmal noch voller Angst. Aber ich habe gelernt, dass ich nicht mehr allein bin und dass Nähe sicher sein kann.
2026 liegt vor mir. Ich gehe langsam, mit kleinen Schritten und vielen Pausen. Vielleicht wird es mein Jahr, nicht mutig und nicht laut, aber mit wachsendem Vertrauen und ganz viel Herz.
Das neue Jahr begann doch direkt mit einer Premiere! Ich bin normalerweise vorsichtig. Dinge, die man mir hinhält, nehme ich nicht einfach. Man weiß ja nie.
Aber heute war da etwas anderes. Entenbrust, sagten sie. Ich habe lange geschaut. Keiner hat gedrängt. Niemand war laut. Also habe ich es ganz vorsichtig genommen. Dann wusste ich nicht wohin damit, also habe ich sie getragen.
Sicherheit geht vor. Entscheidungen auch.
Am Ende bin ich in mein Bett gegangen.
Dort kennt man mich. Dort habe ich gegessen.
Ich war mutig. Und ein bisschen schlau.
Liebe Grüße von der Mutmaus Anni
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Heute war ich im Winterwald unterwegs.
Es hat richtig Spaß gemacht! Die frische Luft, das Knirschen unter den Füßen und die glitzernden Äste haben mich fast wie eine kleine Abenteurerin fühlen lassen.
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Jetzt liege ich im Bett, müde, glücklich und stolz auf meine kleine Mischung aus Vorsicht und Abenteuerlust.
Gute Nacht, Welt!
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Heute schreibe ich über meine erste Fahrt in ein Auszeitwochenende.
Spoiler: Ich habe überlebt. Und war sogar ziemlich mutig.
Am Anfang stand dieses riesige Ding vor mir, sie nennen es Wohnmobil. Ich nenne es rollendes Monster. Einsteigen? Niemals. Meine Pfoten waren sich sehr einig: Weg hier. Mein Herz schlug schneller als ich laufen konnte.
Aber dann… na ja… ich bin doch eingestiegen. Weil alle meinten, das sei eine gute Idee.
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Nach zwei Tagen dachte ich: Okay Anni, jetzt stell dich nicht so an.
Ich habe einfach alles nachgemacht, was meine Pflegeschwestern gemacht haben. Hinlegen, entspannen, cool gucken. Hat super funktioniert! Meine Pflegeeltern waren total stolz auf mich.
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Das Allerbeste war der Strand. Kaum Menschen, und ganz viel Platz. Ich bin so weit gelaufen, dass ich mich kurz gefragt habe, ob ich noch zurückfinde. Gut, dass meine Kondition stetig steigt und ich zwei Kilogramm Körpergewicht reduziert habe.
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https://youtube.com/shorts/pZwmboy1KXY?si=gAtvsUE0USe_2J8H
Menschen in freier Wildbahn sind allerdings weiterhin schwierig. Wenn uns jemand entgegenkam oder mich sogar ansprach, ging sofort der innere Alarm los. Dann bin ich schnell hinter meinem Pflegeherrchen verschwunden. Sehr zuverlässiger Schutzplatz. Fünf Sterne.
Mein Fazit:
Ich liebe draußen sein.
Ich liebe Ruhe.
Und Camping in ruhigen Gegenden könnte wirklich mein neues Ding werden.
Bis bald,
eure Anni!
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Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!
Eure Anni
In der vergangenen Woche war es hier erstaunlich ruhig. Niemand hatte große Lust, viel Zeit draußen zu verbringen, es war einfach viel zu kalt. Selbst mit meinem Mäntelchen fror es mich bis in die Knochen. Auch meine Schwestern wirkten wenig begeistert und hielten ihren Elan gut versteckt. Die Glätte tat ihr Übriges, längere Spaziergänge wurden lieber vermieden.
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Für mich war das ehrlich gesagt gar nicht schlimm. Mein Bett ist ohnehin der Ort, an dem ich mich am sichersten fühle. Warm, weich, überschaubar und genau richtig für eine wie mich.
Aber dann, dann kam die Karotte!
Diese orangefarbenen Dinger waren mir schon immer nicht geheuer gewesen. Sobald sie auftauchten, brach hier regelmäßig Chaos aus. Meine Schwestern wurden zu wilden Bestien, alle rempelten, schubsten, kauten. Ich stand daneben, ließ mich ein bisschen verdrängen, verzog mich in die hinterste Ecke und dachte mir: Ihr spinnt doch alle.
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Wenn mir so ein Ding hingehalten wurde, habe ich den Kopf weggedreht. Kopf weg, Blick zur Wand, ich sehe dich nicht, also siehst du mich auch nicht. Diese Strategie hat bisher immer funktioniert.
Aber irgendwann dachte ich: Komm Anni, was kann schon passieren?
Also habe ich sie genommen. Vorsichtig. Sehr vorsichtig.
Ich bin lange mit dieser Karotte durch das Zimmer gelaufen. Zur Sicherheit habe ich sie schließlich mit in mein Bettchen genommen. Und dann , jetzt wird es ein bisschen peinlich, bin ich mit der Karotte im Maul eingeschlafen.
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Viiiiel später, als alles ruhig war und niemand hinschaute, habe ich sie in einer fast geheimen Ecke angeknabbert. Ganz leise. Ganz für mich.
Und was soll ich sagen?
So schlimm war sie gar nicht.
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Manchmal lohnt es sich, ein kleines bisschen mutig zu sein!
Hallo Welt,
damit ihr mich nicht vergesst, muss ich mich wohl mal wieder aufraffen und eine Seite meines Tagebuches füllen.
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Viel Aufregendes gibt es eigentlich nicht zu berichten. Mein Alltag hat inzwischen eine sehr verlässliche Struktur. Und ich muss sagen: Ich schätze das sehr. Überraschungen sind überbewertet.
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Meine täglichen Spaziergänge gehören fest dazu. Die frische Luft, bekannte Wege, vertraute Gerüche. Nur die Sache mit den fremden Menschen bleibt ausbaufähig. Wenn mir jemand zu nah entgegenkommt, schlägt mein inneres Sicherheitssystem sofort Alarm. Und wenn jemand hinter mir läuft , dann frage ich mich schon, ob das zwingend notwendig ist.
Zum Glück sind meine Leute hier aufmerksam. Sie lenken mich rechtzeitig um oder bleiben einfach mit mir stehen, bis die potenzielle „Bedrohung“ vorbeigezogen ist.
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Hier seht ihr mich mit meinem täglichen Stückchen Entenbrust. Ein kulinarisches Highlight!
Bei meinen Schwestern hier ist so ein Stück Entenbrust verschwunden, bevor man „Mahlzeit“ sagen kann. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dort überhaupt gekaut wird. Es wirkt eher wie ein Zaubertrick: zack und weg.
Bei mir läuft das anders. Ich brauche zunächst den richtigen Ort. Schließlich handelt es sich um Entenbrust und nicht um irgendeinen x-beliebigen Keks. Die Wahl des Speisesaals will wohlüberlegt sein. Man möchte ja in Ruhe genießen und nicht unter Zeitdruck schlingen.
Also drehe ich meine Runden, prüfe Ecken, erwäge Alternativen, verwerfe sie wieder. Und dann, wenn ich mich entschieden habe, nehme ich mir Zeit. Sehr viel Zeit. Genuss braucht Würde.
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Währenddessen beginnen meine Schwestern ihre Rollen einzunehmen.
Die eine ist die Unauffällige. Sie schaut demonstrativ in die andere Richtung, als hätte sie mit der ganzen Sache nichts zu tun. Sie rückt aber zufällig Zentimeter für Zentimeter näher.
Die andere ist die Hypnotiseurin. Sie starrt mein Stück Entenbrust an, als würde es dafurch zu ihr kommen.
Und dann gibt es noch die Strategin. Sie wirkt völlig entspannt, fast gelangweilt. Aber ich weiß genau: Sie wartet auf den einen Moment der Unachtsamkeit. Den es natürlich nicht geben wird. Hoffentlich.
Und wenn ich zwischendurch mit einem langsamen, bedeutungsvollen Blick in die Runde schaue, dann nur, um sicherzustellen, dass alle verstehen:
Diese Entenbrust hat bereits eine Besitzerin!
https://youtube.com/shorts/mE_bXYW7qZc?si=4lI4Lr5zu2vhRhDW
Wir teilen keine Entenbrust.
Aber unsere Schlafplätze schon.
Abends sieht die Welt nämlich ganz anders aus. Da rücken wir zusammen, als hätte es nie strategische Manöver oder lauernde Blicke gegeben. Dann ist plötzlich genug Platz für alle. Da wird sich angelehnt, eingerollt und leise vor sich hin geatmet.
Entenbrust ist eine ernste Angelegenheit.
Schlafplätze sind Herzenssache.
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Eure Anni
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Der Winter war berechenbar, kalt und still.
Jetzt kommt der Frühling. Mit Vögeln. Und flatternden Dingen. Und Menschen, vielen Menschen, die plötzlich länger draußen bleiben, mit Fahrrädern, die über alles dröhnen, Inlineskates, die seltsame Geräusche machen, lauten Stimmen von überall.
Ich sende euch tapfere Frühlingsgrüße und gehe mutig meinen Weg, während ich alles genau beobachte.
https://youtube.com/shorts/PoiASAP28V0?si=9e7mb71bjLmCC3vT
Heute war ein wunderschöner Frühlingstag. Die Sonne hat geschienen und überall haben die Vögel gezwitschert. Natürlich haben wir das gute Wetter genutzt und haben uns auf den Weg zum Strand gemacht. Ich merke, dass ich inzwischen richtig gute Kondition habe und die langen Spaziergänge mir gut tun.
https://youtube.com/shorts/AkDX8Z7omEg?is=U6VSqABMoVj9UCmB
Am Strand selbst beobachte ich das Wasser lieber aus sicherer Entfernung. Das Baden überlasse ich dann doch lieber meinen Pflegeschwestern, die können uns Retriever in dieser Disziplin viel besser vertreten als ich. Auch das Pudelchen ist ganz darauf bedacht, dass keine Locke nass wird. Zwei baden, zwei gucken- passt!
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Heute habe ich am Strand doch so einige Hundefreunde getroffen, die das schöne Wetter genauso ausgenutzt haben wie wir. Dabei habe ich mich richtig wohlgefühlt. Ich bin eben doch ein kleines Rudeltierchen.
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Nachdem ich mich beim Fressen nun nicht mehr so mäkelig anstelle, haben sich die Menschen hier etwas Neues ausgedacht: eine Schleckmatte.
Meine Pflegeschwestern hüpften schon völlig aufgeregt herum, erhielten dafür aber prompt einen Platzverweis. Ich dagegen habe das Ganze ganz souverän aus der Ferne begutachtet.
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Dann wurde mir dieses seltsame Ding serviert. Also gut … einmal schlecken. Noch einmal. Hmmm!
Gar nicht schlecht!
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Aber ganz leer habe ich sie nicht gemacht.
Ich bin schließlich eine gute Schwester, ich habe den anderen noch etwas übrig gelassen
https://youtube.com/shorts/U8Z6c9epgZE?is=vXxdNw_gtOP9Un3K
Ich, Anni, habe eine Einladung erhalten. Nicht irgendeine Einladung, es war eine Einladung zu einem Hundegeburtstag. Was das wohl wieder ist? Ich wusste es nicht.
Da meine Pflegechwestern ebenfalls eingeladen waren, habe ich mich schließlich doch entschieden, mitzugehen und mir das Ganze einmal anzuschauen.
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Der Tisch war gedeckt, und es roch schon ziemlich lecker. Meine Schwestern waren völlig aus dem Häuschen, eine Schlacht am kalten Buffet hätte nicht anders aussehen können.
Ich habe mir das lieber erst einmal aus der Ferne angesehen und gedacht: Oh Gott, oh Gott.
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Dieser Trubel war mir nicht geheuer.Doch dann habe ich mich ganz vorsichtig in die hinterste Ecke getraut.
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Es roch einfach so lecker, ich habe schließlich ein kleines Stück von der Geburtstagstorte probiert.
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Ich fand mich dabei schon ziemlich mutig!
Und ich glaube, Hundegeburtstage sind toll!
https://youtube.com/shorts/i97RtxRmKNo?is=DEUHCIUk4p_VelFt
Wandertag? Was ist das eigentlich wieder?
Ich wusste gar nicht, was mich erwartet. Mit dem besseren Wetter legen die Menschen hier ein ganz schönes Tempo an den Tag! So viel Neues!
„Anni, wir gehen heute wandern. Eine kleine Runde! Nur für dich! Im Wald! Ohne Menschen!“
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Na gut, gehen wir eben wandern!
Da meine Kondition besser geworden ist, hat mir die Wanderunde gar nichts ausgemacht. Manchmal habe ich mich erschrocken, im Wald knackt und raschelt es eben. Aber ich bin mutig meinem Rudel gefolgt.
Die kleinen Schnüffelrunden und das Balancieren habe ich mir lieber aus der Ferne angesehen. Zu wackelig, zu aufregend. Aber ich habe zugeschaut!
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Als wir wieder zu Hause waren, war ich ziemlich müde. Es hat mich ungemein beruhigt, dass es meinen Pflegeschwestern genauso ging. Jetzt liege ich hier, schnarchend wie ein kleiner Bär, und überlege: Vielleicht war der Wandertag gar nicht so schlimm, solange ich morgen wieder ausschlafen darf.
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Lang genug habe ich mir dieses Plätzchen ausgesucht. Tage voller Zögern, vorsichtiger Schritte bis zur Ecke, flüchtiger Blicke, ob mich jemand sieht. Ein eigenartiges Spiel zwischen Mut und Rückzug, zwei Schritte vor, einer wieder zurück.
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Doch heute war mein Tag. Kein Zögern mehr.
Ich bin geblieben. Nicht einmal unter den Tisch geflüchtet bin ich!
Mein Sonnenfleck! Ich habe die Wärme gespürt. Ein Moment großer Zufriedenheit!
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Der Osterspaziergang
von Johann Wol.....
Ach nein, ich nehme euch mit auf den Osterspaziergang
von ..... Anni!
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Ich wünsche allen ein schönes Osterfest!
Eure Anni
Ganz nach dem Motto „Lieber dabei als mittendrin“ habe ich mir den ersten Garteneinsatz des Jahres aus sicherer Entfernung angesehen. Während andere bereits motiviert zu Harke und Schaufel griffen, entschied ich mich für die strategisch kluge Beobachterposition.
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Wieder drinnen habe ich mich erstmal gemütlich eingekuschelt.
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Sonntag. Mein Lieblingstag. Eigentlich würden wir morgens ewig im Bett kuscheln… eigentlich. Aber meine Pflegeschwester Rosalie sieht das manchmal anders und drängelt zum Aufstehen. Das kann ich nun überhaupt nicht verstehen. Ich könnte locker noch ein, zwei Runden weiterkuscheln.
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Beim Essen, da hat sich bei mir einiges verändert. Früher war ich eher mäkelig, hab gerne mal verzichtet. Aber inzwischen? Labrador-Modus! Jetzt wird gefuttert, und zwar zack, zack.
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Danach wartet mein wohlverdientes Verdauungsschläfchen.
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Der Spaziergang ist dann das Highlight. Ich treffe meine Freundinnen, und auch wenn ich nicht so gut zeigen kann, wie sehr ich mich freue, ich tue es trotzdem. Auf meine Art, einfach dabei sein. Und innerlich bin ich ganz aufgeregt.
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Am Nachmittag suche ich mir meinen perfekten Sonnenplatz im Garten. Genau da, wo mein Fell so richtig schön warm wird.
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Währenddessen müssen meine Pflegeschwestern zur Fellpflege antreten. Ich beobachte das Ganze aus sicherer Entfernung und denke mir nur: Macht ihr mal… irgendwer muss ja den Überblick behalten.
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Und dann wird’s wieder gemütlich. Ich rolle mich in meinem Bettchen zusammen, kuschle mich ein und halte noch ein kleines Nickerchen. Nur ganz kurz natürlich, bis mir die Augen zufallen. So geht ein perfekter Sonntag zu Ende.
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Meine zweite Wohnmobil-Tour liegt hinter mir. Eigentlich wollten meine Pflegeleute nur Freunde besuchen, aber ihr kennt das ja: mitgehangen, mitgefangen !
Das Einsteigen klappt inzwischen richtig gut. Beim Aussteigen fühle ich mich mit Leine und Unterstützung deutlich mutiger. Allein aus meiner gemütlichen Höhle raus? Neeee, das überlasse ich lieber den Profis.
Während der Fahrt bin ich ruhig und entspannt.
Ich habe den Großteil einfach verschlafen.
Am Ziel angekommen wartete dann das volle Programm auf mich: ein riesiger fremder Garten, unbekannte Menschen und ein großer fremder Hund.
Aber ich habe das richtig gut gemeistert. Wirklich! Alle waren total stolz auf mich und ich ehrlich gesagt auch ein bisschen auf mich selbst.
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Die kleinen Spaziergänge habe ich ebenfalls super hinbekommen. Ich habe sogar ein wenig links und rechts des Weges die neuesten sächsischen Nachrichten gelesen.
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Die große Wanderung habe ich ganz entspannt ausgelassen.
Es war nämlich ziemlich warm draußen. Niemand wollte mich überanstrengen. Also hieß es für mich ab ins Wohnmobil, rein in meine Höhle unter den Tisch und einfach mal die Pfoten hochlegen. Dank Klimaanlage war es dort drin richtig angenehm. Auf mich kann man sich verlassen. Ich bleibe ganz brav alleine, mache nichts kaputt und passe gut auf alles auf. Während die anderen unterwegs waren, habe ich einfach geschlafen und gewartet, bis mein Rudel wieder zurückkommt.
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Meine größte Herausforderung war allerdings der Besuch im Café.
Ich dachte nur: „Anni, das war’s jetzt mit dir… Stress pur!“
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Zum Glück war ein Tisch in der hintersten Ecke frei. Dort konnte ich erstmal alles in Ruhe beobachten.
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Und wisst ihr was? Ich habe schnell gemerkt, dass hier alle einfach nur entspannt essen und trinken wollen und nette Hunde wie mich in Ruhe lassen.
Also habe ich mich tatsächlich getraut, ein bisschen zu entspannen.
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Ich wünsche allen Tagebuchlesern ein entspanntes Wochenende!
Heute war es sehr warm. Das waren auf keinen Fall meine Wohlfühltemperaturen!
Aber ich habe das Beste daraus gemacht. Ich war den ganzen Tag im Garten, habe mir schattige Plätzchen gesucht und habe den ein oder anderen kleinen Rundgang gemacht.
https://youtu.be/1-AueBP9J1o?is=4EHd8WfupbgocvYJ
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Jetzt sind meine Pfoten schwer
und meine Augen fallen langsam zu…
Aber ich habe das Gefühl, dass das ein guter Tag war.
Frohe Pfingsten
Eure Anni
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